Ein Filmteam macht Urlaub in Bulgarien und dreht nebenbei schnellschnell ein Gruselfilmchen. Anders kann ich mir nicht erklären, wie dieser Ramsch über ein verhextes Haus entstanden sein soll.
Inhaltsverzeichnis
Die Handlung
Der Witwer und Ex-Polizist Brett Anderson ist nach Bulgarien gezogen und arbeitet dort seit einigen Jahren als Sicherheitsexperte. Sein neuer Auftrag führt ihn in ein altes Haus in Sofia. Er soll dort Monitore überwachen und sich melden, wenn irgendwas passiert. Nix wildes also.
Aber dann geschehen doch merkwürdige Dinge, denn das Haus birgt ein Geheimnis. Es ist das Tor in die Nachtwelt – so nämlich der Originaltitel –, und dieses Tor droht nun, sich zu öffnen. Brett Anderson bekommt Hilfe von dem rätselhaften, blinden ehemaligen Hauswächter Jacob. Die beiden müssen nun zusammen mit Bretts neuer Flamme Zara und einem Kumpel die Welt vor den Toten schützen.
Aber wer schützt mich vor solchen Filmen?
Filmkritik „Open the door“
Es sind Werke wie dieses, die einfach alle Kriterien eines B- … ach nein … eines C-Films erfüllen. An diesem im preisgünstigen Bulgarien heruntergekurbelten Stück ist einfach alles billig: Kulissen, Masken, Ausstattung, Effekte. Und in der deutschen Fassung auch noch die miese Synchronisation, aber das bin ich im Horrorgenre ja schon gewohnt.
Mit Jason London spielt ein in jeder Minute überforderter Darsteller aus der dritten Garde die Hauptrolle. Ein paar Kostproben seines bisherigen Schaffens? Gern: „Carrie 2“, „Dracula II und III“ und „Zombie Shark“. Unterstützt wird er von Nebendarstellern, die ungefähr so lebendig agieren wie die Bewohner der Nachtwelt. Dass Robert „Freddy Krueger“ Englund eine Genre-Ikone ist, mag ich nicht abstreiten. Aber auch er ist am Ende nur ein B-Film-Veteran, der hier nichts retten kann.
Die Geschichte des Films ist ohnehin schon reichlich gaga, wird aber im Finale auch noch wirr. Aber selbst, wenn man das noch wohlwollend als kleine Spinnerei akzeptiert, gibt die Regie dem Ganzen den Rest. Denn Patricio Valladares setzt alles so lustlos, langsam und unspannend in Szene, wie es nur selten bei einem Geisterfilm zu bestaunen ist. Und wenn man schon mit billigen Digitalkameras arbeitet, dann sollten zumindest Perspektiven und Beleuchtung etwas Sorgfalt erfahren. Beide kommen hier aber ungefähr so aufregend rüber wie in einer Folge von „Unter Freunden“.
Immerhin gibt es einen einzigen gelungenen Bluteffekt (den aber gleich immer wieder) und ein paar „Buh“-Zwischenschnitte, die mich am Einschlafen hinderten. Auch die Klangkulisse kann sich hören lassen, wobei sie in Stereo eher dünn rüberkommen dürfte. Trotzdem verhindern die wenigen Pluspunkte das komplette Debakel und retten einen Stern.
Die Versionen
Inzwischen kennen wir das von der FSK. Solche Grusler mit vereinzelten Blutspritzern geben die Filmwächter heute ab 16 Jahren frei. Und das passt schon.
Das Urteil von Horrormagazin.de
Das Türchen bleibt besser geschlossen – unglaublich öde Geisterhusche.
Der offizielle Trailer zum Film "Open the door"
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